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Bitcoin-Schürfen ist ein Energieproblem geworden

Mittwoch, 29. November 2017 , von Freeman um 08:00

Laut einer neuesten Studie ist der Energieaufwand für die globale Produktion von Bitcoins dieses Jahr grösser geworden als der Stromverbrauch jeweils von fast 160 Länder. So ist mehr Strom nötig um die Computer zu betreiben als zum Beispiel Irland verbraucht oder die meisten afrikanischen Länder. Mit Daten die von Digiconomist stammen hat PowerCompare.co.uk errechnet, 29,5 Terrawatt an Elektrizität wurde benötigt um Bitcoins zu "schürfen", im Vergleich zu 25 Terrawatt die Irland pro Jahr verbraucht.

Das folgende Diagramm zeigt die 159 Länder in orange an, dessen Energienutzung kleiner ist als Bitcoin benötigt.


Das grösste Atomkraftwerk der Schweiz in Gösgen mit 1060 Megawatt an Leistung hat im Jahre 2014 insgesamt 8 Terrawatt an Energie ins Schweizer Stromnetz eingespeist.

Das heisst, es sind weltweit gesehen fast VIER Atomkraftwerke notwendig um Bitcoins zu "minen" ... und der Energieaufwand wird ständig grösser weil immer mehr Rechenleistung aufgewendet werden muss.

Die Bitcoins benötigen so viel Energie für eine einzelne Transaktion wie ein Einfamilienhaus in einem Monat verbraucht, wie die niederländische ING Bank gemeldet hat.

Die meisten Bitcoins werden in China "geschürft", wo die Energiekosten niedriger sind als in Europa oder Nordamerika, und weil die Chinesen "verrückt" sind nach Bitcoins.

Dort gibt es ganze Gebäude mit riesigen Batterien an Servern, die nichts anderes tun als Bitcoins zu errechnen.


"Die grössten Bitcoin-Mining-Pools von Antpool bis BTCC sind hauptsächlich in China beheimatet", schrieb der Analyst Mati Greenspan der Handelsplatform eToro in einer E-Mail am Anfang des Monats.

"Laut Schätzungen ist die Rechnerkapazität Chinas mehr als 80 Prozent des gesamten Netzwerkes", fügte er hinzu.

Der meiste Strom wird in China mit Kohlekraftwerke produziert, sagte Greenspan. "Wir müssen deshalb achtsam sein, wie die Energie gemacht wird."

Zur Zeit kostet es ca. 2'000 Dollar an Energie- und Investitionsaufwand, um ein Bitcoin zu "erschaffen" und die Menge ist auf 21 Millionen Stück begrenzt.

Bisher sind 16,7 Millionen Bitcoins produziert worden.

Ist Bitcoin eine Spekulationsblase?

Der Preis eines Bitcoins hat gerade die "Decke" von 10'000 Dollar durchschlagen und zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikel lag der Preis bei 9'025,75 Euro.


Das bedeutet eine Steigerung nur in diesem Jahr von über 1200 Prozent!

Man könnte meinen, das ist "Wahnsinn", denn als ich meinen ersten Artikel über Bitcoin 2012 geschrieben habe lag der Preis bei 13 Dollar!

Siehe "EZB macht sich grosse Sorgen wegen virtuellen Geld",

und "Bitcoin auf Rekordhoch" im März 2013.

Ob der Preis eines Bitcoin eine Blase darstellt ist strittig.

Es gibt "Experten" die meinen, der Preis wird auf 25'000, 50'000 oder sogar 100'000 Dollar steigen. Andere meinen, der Markt wird bald zusammenbrechen.

Ich denke, die Absicht des "Erfinders" des Bitcoin (Satoshi Nakamoto) war es nie, dass die Crypto-Währung zu einem hysterischem Spekulationsobjekt ausartet, das gehortet wird.

Es ging ihm Ursprünglich um ein dezentrales Zahlungssystem, mit dem man weltweit ohne Banken und direkt Zahlungen senden und empfangen kann.

Das ist auch meine Meinung der Sinn dieser "alternativen Währung".

Ich sehe Bitcoin (und alle anderen Crypto-Währungen) NICHT als Sicherung des eigenen Vermögens, sondern nur als eine sehr interessante und zukunftsgerichtete Zahlungsform ausserhalb der Kontrolle und des Monopols der Finanzelite!

Das ist der eigentliche Zweck und nicht um damit zu spekulieren.

Was jetzt passiert erinnert sehr stark an die "Tulpen-Manie" der 1630er Jahre. Damals gab es eine riesige Spekulation auf Tulpenzwiebeln in Holland. Eine einzelne wurde zum Preis zwischen 5'000 und 10'000 Gulden gehandelt, je nach Sorte.


Zum Vergleich: Das Durchschnittsjahreseinkommen in den Niederlanden lag bei etwa 150 Gulden, die teuersten Häuser an einer Amsterdamer Gracht kosteten rund 10'000 Gulden!

Eine Zwiebel für ein Haus??? Der pure Wahnsinn!!!

Wenn die Prognosen der Bitcoin-Gläubigen eintrifft, dann wird man für ein Bitcoin auch bald ein Häuschen kaufen können. Ist das reell???

Man bedenke, der Einstandspreis wie oben gesagt liegt bei 2'000 Dollar.

Als der Preise für Tulpenzwiebeln ein extrem hohes Niveau erreichte, brach der Markt zu Beginn des Februars 1637 abrupt zusammen.

Der rasche Preisverfall hat dann den Ruin vieler Marktbeteiligter bedeutet und der niederländischen Wirtschaft insgesamt einen schweren Schaden zugefügt.

Kann das mit Bitcoin auch passieren? Wie heisst das alte Sprichwort? Alles was hoch geht kommt auch wieder runter.

Liegt Bitcoin wirklich ausserhalb der Kontrolle der Zentralbanken?

Ja, wenn man nur den Ablauf einer Transaktionen zwischen einem Käufer und Verkäufer für Waren und Dienstleistungen sieht.

Nein, wenn man Bitcoins über eine Börse in Fiat-Money zurücktauschen will.

Ja ich weiss, man kann Bitcoins auch privat kaufen und verkaufen, aber doch nur in kleinen Mengen.

Die Finanzaufsicht der einzelnen Staaten könnte diese Bitcoin-Börsen unter Kontrolle bringen und genauso regulieren wie alle anderen Finanzinstitutionen (wird bereits getan) ... den Betrieb sogar verbieten und die Crypto-Währungen und Guthaben beschlagnahmen!

Dann ist Schluss mit der Spekulation und der Preis fällt ins bodenlose.

Dann können Börsen auch Pleite gehen. Ist ja schon passiert und mindestens 40 Bitcoin-Börsen haben in den vergangenen Jahren den Laden geschlossen, unter grossem Verlust für die Guthabeninhaber.

Bestes Beispiel ist MtGox, die in Tokio ansässige Börse ging 2014 pleite. Zum Höhepunkt der Aktivitäten wurden rund 70 Prozent aller Bitcoin-Transaktionen über MtGox gehandelt.

Die Todesspirale begann im Februar 2014 als der Handel eingestellt wurde und die Firma Konkurs anmeldete. Dabei haben sich 850'000 Bitcoins der Kunden im Wert von damals 450 Millionen Dollar in Luft aufgelöst.

Der Chef Mark Karpelès wurde verhaftet und sitzt bis heute im Gefängnis. Ein Grossteil der Finanzmittel werden vermisst.

Das FBI hat auch schon Bitcoins beschlagnahmt, wie der Fall "Silkroad" und ganz aktuell der von BTC-e zeigt. Agenten des FBI sind in das Rechenzentrum der Bitcoin-Börse im August eingedrungen und haben es stillgelegt.

Es stehen die Beschuldigungen der "Geldwäscherei" im Raum, was gerne als Ausrede der staatlichen Institutionen gegen alle alternativen Zahlungsformen verwendet wird.

Ist ja klar, jeder der ihr Finanzmonopol umgeht betreibt Geldwäscherei oder illegale Geschäfte. Die Fake-News-Medien tun auch alles um diese falschen Beschuldigungen zu verbreiten.

Dann dürfen wir nicht vergessen, eine Crypto-Währung wie Bitcoin ist nicht real, sondern existiert nur in der virtuellen Welt der Bits und Bytes. Sollte das Internet aus irgendeinem Grund nicht mehr funktionieren, dann ist dieses Zahlungsmittel auch tot.

Deshalb bin ich immer noch ein Fan der echten Werte, wie Edelmetalle, die man als Münzen überall mitnehmen und gegen Waren und Dienste schon seit Tausenden von Jahren eintauschen kann.

Solltet ihr eine alte römische Münze in eurem Garten finden, dann ist diese heute genauso viel von der Kaufkraft her wert wie damals vor 2000 Jahren.

Wenn unsere Nachfahren einen "USB-Stick" als "Bitcoin-Wallet" in 1000 Jahren finden, werden sie sehr wahrscheinlich damit nichts anfangen können, denn der Materialwert ist gleich null!

UPDATE: Bitcoin hat für einen kurzen Moment 11,432 Dollar am Mittwoch um 17:34 GMT erreicht, nur 12 Stunden nach dem Durchstossen der 10'000 Dollar Marke. Ein schwindelerregender Aufstieg von 6 Cents vor sieben Jahren und weniger als 1'000 Dollar am Anfang des Jahres 2017.

Die Crypto-Währung hat einen symbolischen Höhenrekord nach dem anderen in wenigen Tagen gebrochen, mit einer extremen Beschleunigung seit dem Wochenende. Es dauerte zwei Wochen um von 7'000 auf 8'000 zu kommen, nur eine Woche für 9'000 und nur zwei Tage um 10'000 zu erreichen. Und jetzt nur einen halben Tag für über 11'000!

Wenn das keine hysterische Spekulationsblase ist!!!

insgesamt 21 Kommentare:

  1. Vielen Dank für den Artikel

  1. Vielen Dank dafür, dass Sie uns bei diesem Bitcoin-Wahnsinn hilfreich zur Seite stehen und uns darüber informieren. Das Ganze ist in meinen Augen ein "Viel Lärm um Nichts".
    Es ist genauso ein Bullshit wie etwa ein "Veggie Burger" oder ein "vegetarisches Salami". Es ist eine Münze im Computer was keinen Realwert besitzt. Es ist ein Fake.
    Man sollte dafür einen anderen Namen erfinden als es "Münze" zu nennen. Genauso wie die Hipster "Veggie Salami" muß man das Zeug anders nennen, denn es steht schon im Namen, dass Salami aus Fleisch besteht und nicht aus Viehfutter.

    Die Sache mit dem Stormverbrauch war mir nicht bewusst und es ist eine
    Umweltverschmutzung par Excellcene! Drei Atomkraftwerke oder zig Kohlekraftwerke um solch Fake-Münze zu betreiben ist ja genauso schlimm wie die 90% aller weltweiten landwirtschaftlichen Flächen die für die Viehzucht benötigt werden.

    ~

    Apropos Tulpen:

    Man nennt in der Szene Trashmetal aus den Niederlanden auch Tulpenschlächtermusik.
    :-)

    Zur Info, es gibt weltweit ca. 4000 Tulpenarten wovon etwa 3800 Tulpenarten nur in der Türkei zu finden sind. Damals hat der Sultan einem niederländischem Kaufmann ein paar Zwiebeln verschenkt und als der Kaufmann damit nach Hause fuhr wurden alle Kaufleute total verrückt nach diesen Tulpen. Es gibt Geschichten darüber wie Horden von Edelleuten Haus, Hof, Familie und all ihr Vermögen mit diesen bescheurten Tulpen verloren haben. Die klugen Kaufleute investierten damals ihr Geld in schöne Gemälde oder in Antiquitäten.

    ~

    Ich mag Silbermünzen und die älteste Münze die ich besitze ist eine spanische Silbermünze aus dem Jahr 1798.

    Das Wort Söldner stammt übrigens aus Byzanz, nämlich von der damaligen Währung "Solidarius". Damit wurden damals ihre Truppen bezahlt die im Dienste des Kaisers standen.

    Apropos Söldner:

    Ich bin nun eine Woche am Flughafen in der Nachtschicht und meine Mitarbeiter mitsamt des Leiters wollen unbedingt das ich mich direkt über die Firma bewerbe um ein Drittel mehr Lohn zu bekommen. Wenn ich jedoch weiterhin in der jetzigen Firma werde ich jedoch in einem halben Jahr als Grunddgehalt zwei Drittel mehr Grundlohn verdienen, was jedoch bedeutet, dass ich bis dahin für einen Hungerlohn weiterhin zu arbeiten habe. Ich habe beschlossen mich nicht zu bewerben. Der Generalmanager sagte mir jedoch, dass er mich sofort fest einstellen würde. Ich stecke in einem Dilemma fest. Aber ich werde bleiben, trotz aller finanziellen Widerstände.

    ~

    Ich kann den ganzen lieben Tag lang über alte Währungen und das Sölndertum berichten, aber ich muß jetzt gleich los um einen Vorrat an Cannabis zu erwerben mit realem Geld bezahlt, natürlich. :-)

    Die Bundesregierung muß endlich Cannabis legalisieren. Damit wird sie en masse an zusätzlichen Steuern einnehmen und es werden neue Berufszweige entstehen was wiederum sehr gut für die Wirtschaft sein wird.

    ~

    Mein Beileid geht nach Ägypten. Wie kann man nur betende Menschen in einem Gotteshaus so derart massakrieren?

    Verdammt, verfickte Terroristenschweineschmocks!

    Wenn jemand einen Terroristen ausfindig macht, dann muss dieser Terrorist kalt gestellt werden. Man muß sie alle verfolgen und vernichten...

    ~

    Saudi Arabien und Israel arbeiten nun zusammen.

    Da haben sich zwei Freunde gefunden was?

    Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis Alles wie ein KArtenhaus zusammenbricht.

    ~

    John D. Rockefeller, der Kaiser des Schmock-Establishments ist tot und all seine Satansbrutjünger sind nun ohne Kopf. Sie sind verzweifelt und sie verstecken sich, aus Furcht in den Gulag zu kommen. Zurecht so!

    ~

    Es wird Gerechtigkeit geben und UK wird bald eine Republik werden!

    ~

    In Libera Res Publica!

  1. Ursus sagt:

    Ich finde deinen Vergleich mit den Tulpen perfekt!

  1. Jim sagt:

    @freeman Würdest du dann noch empfehlen Bitcoins zu kaufen oder glaubst du, dass der Preis bald einstürzt oder der Staat irgendwie eingreift und Bitcoins verbietet o. ä.?

  1. Der Bitcoin bzw. das "Mining" ist eine riesige Umweltverschmutzung.
    Eventuell wird er aus diesem Grund aus dem Verkehr gezogen und der Preis fällt dann ins Bodenlose.

  1. Skeptiker sagt:

    Einmal mehr ein sehr verständlicher Artikel über dieses Thema. Wer gerne wettet und eine Anlage in Bitcoin als solche betrachtet, kann einen kleinen Einsatz sicher wagen. Die Chinesen sind ein seltsam Völkchen, was das Zocken betrifft. Das könnte die Blase noch eine Weile befeuern und MÖGLICHERWEISE noch einen ordentlichen Gewinn bringen. Das Familienvermögen in Bitcoin zu investieren ist so, als würde man für das ganze Geld Lottoscheine kaufen.

  1. Anonym sagt:

    1.) Das Bitcoin Netzwerk verbraucht nur einen Bruchteil der Stromkosten (nichtmal 0,1%) der Kosten für digitales Fiatgeld.
    2.) Bitcoins zu erschaffen ist weit billiger als Bargeld zu drucken bzw. zu prägen.
    3.) Bitcoins überleben auch ohne Internet. Man kann Bitcoins auch per Radiowellen übertragen. Dass das Internet abgeschaltet werden kann ist ansich schon ein schwaches Argument. Gehört in die Ecke Totschlagargument. Was ist wenn ein Meteor die Erde vernichtet. Dann nützen euch eure BTC auch nichts mehr. Naja...
    4.) Immer wieder das Tulpenargument. Hat irgendwann einer mal damit angefangen und alle plappern es nach. Bitcoin (und nur der Bitcoin) hat ein real marketcap von etwa 3500 USD. Es gibt Länder in Afrika, Südamerika und Asien, die nutzen Bitcoin als reales Zahlungsmittel, weil deren Währung einfach nichts wert ist. Denen ist es egal wie hoch der Bitcoin steht. Sie kaufen den Bitcoin, weil sie ihn brauchen. Er ist Teil ihres Wirtschaftssystems. Mit anderen Worten: Bitcoin kann nie mehr unter 3500 USD fallen. Und der real market value steigt exponentiell an. Andere Kryptowährungen haben keinen echten Wert. Sie bestehen nur aus Spekulation. Alles über 3500 USD ist bei BTC zwar auch ein spekulativer Wert, aber man könnte sagen, dass hier der Markt die Zukunft vorweg nimmt. Schlimmstenfalls rutscht der Preis eben auf 3500 USD. Wer BTC nicht hortet, sondern ausgibt, dem ist das eh egal. Nur die Europäer und Nordamerikaner haben es nicht kapiert und zocken mit dem BTC. Als Ende 2013 BTC auf 1000 USD gestiegen ist, war der real market value nur bei etwa 200 USD. Nach dem Crash stoppte der Preis bei genau diesem Preisniveau.
    5.) Dezentrale Börsen sind auf dem Vormarsch. Siehe Bisq oder Paxful.
    6.) Wenn Edelmetalle ein so gutes Zahlungsmittel sind: Warum nutzt sie keiner als solches? Gute Argumente bringen gar nichts, wenn die Meinung niemand teilt. Wir werden immer digitaler. Blockchain ist daher ein notwendiger Schritt.
    6.1.) Mein Totschlagargument: Was ist, wenn wir eine Technologie entwickeln Gold aus dem Meer oder dem Erdmantel zu gewinnen? Da ist soviel Gold, wahrscheinlich mehr als Wasser auf der Welt. Was dann mit dem Preis geschieht... Sehr weit hergeholt, ich weiß, aber so argumentierst du leider auch (an einigen Punkten in diesem Artikel).

    In einem Punkt gebe ich dir aber Recht: Leute, weg von Xapo, Coinbase etc. Lasst eure BTC nicht auf den Börsen liegen! Börsen und Online-Wallets, auch Ledger, Trezor usw. zentralisieren den BTC! Traut doch keinen zentralen Firmen! Die nehmen euch eure BTC eines Tages weg. Passiert bei Xapo und Coinbase teilweise schon. USB Stick + Electrum + Private Key mehrfach sichern. Mehr benötigt es nicht um seine BTC sicher zu machen.

    Danke Freeman für deine Arbeit. Verfolge deinen Blog schon sehr lange, halte dein Fachwissen für eine gute Quelle und habe noch nie einen Kommentar geschrieben. Diesesmal muss ich aber so einiges Richtigstellen.

    Noch ein Wort zu der Studie auf die du dich stützt: Ich habe sie selbst gelesen und muss feststellen, dass einige Annahmen, die zu der Berechnung führten, völlig daneben sind. So wurde der Stromverbrauch eines Antminers als viel zu hoch angesetzt. Auch wenn die meisten Miner noch mit Uralt-versionen von Antminern schürfen sollten, ist der geschätzte Stromverbrauch etwa 3 Mal zu hoch angesetzt. Moderne Antminer verbrauchen nochmal wesentlich weniger Strom.

  1. Anonym sagt:

    Nett geschrieben!

  1. Anonym sagt:

    Kann mich der schon ausführlichen Richtigstellung von Anonym um 13.23 nur anschließen und ergänze folgendes:

    Bitcoin ist eine von vielen Cryptowährungen. Alleine schon gibt es bei Bitcoin zwei weitere s.g. Forks die wie Bitcoin als Zahlungsmittel verwendet werden können. Ich spreche von Bitcoin Cash und Bitcoin Gold. Der Energieverbrauch ist sicher hoch um Bitcoins zu minen aber hat jemand schon einmal die Gegenrechnung mit den ganzen Banken mit ihren Rechenzentren gemacht? Die Glastürme der "Bankster" in Frankfurt, London oder New York verbrauchen auch viel Energie und dort "schürfen" sie so zusagen dann Euro, Pfund oder Dollar als Giralgeld einfach per Knopfdruck aus dem Nichts und verleihen es dem Schlafschaf gegen Zinsen.

    Ich habe die Hoffnung dass endlich einmal eine Diskussion angestoßen wird um das Thema "Wie entsteht Geld" wenn man sich mit Bitcoins und anderen Cryptocoins beschäftigt.

    Davon abgesehen gibt es auch Cryptowährungen, die nicht energieintensiv geschürft werden, sondern durch halten, Zurverfügungstellen von Nodes oder Posten von Beiträgen wie z.B. bei Steemit.

    Bitcoin war die erste Blockchainanwendung im großen Stil. Mittlerweile gibt es über 1300 Cryptocoins mit unterschiedlichen Anwendungen. Bei der Nr. 2 Ethereum z.B. kann man selbst innerhalb der Ethereumblockchain eigene "Währungen" die man Tokens nennt generieren und damit für die eigene Geschäftsidee "Geld" sammeln und die Tokenkäufer am Geschäftserfolg beteiligen. Das ist wie eine Aktie und die dazugehörige Börse - ohne Banken und Börsen.

    Sicher gibt es noch einige Dinge zu regeln aber Blockchain ist die Zukunft.

    Industrie 4.0, Internet of Thinks (IoT) und Blockchain kommen zusammen und verändern alles, ja ALLES! Die meisten Banker, Politiker - von dem Schlafmichel will ich gar nicht anfangen - haben noch nicht mal im Ansatz verstanden, dass sie bald arbeitslos sind oder wertlose Euros und Dollars in den Händen halten werden.

    Gleiches gilt für viele Vermittler wie Notare usw.

    Regierungen und öffentliche Verwaltungen werden abgelöst durch Blockchainanwendungen. Wie das funktioniert kann man schon in Estland sehen. Es läuft darauf hinaus, dass die Regierungen der Zukunft virtuell sind und Merkel und Co ins leere laufen.

    Die Entwicklung ist schon zu weit fortgeschritten, als dass man sie aufhalten könnte. Ausser man stellt das Internet ab aber dann kann man mit Euros und Dollars auch nichts mehr anfangen, denn das Papiergeld ist viel zu wenig.

    Bitcoin also Blockchaintechnologien sind dezentrale Datenbanken, die keine Regulierer oder Mittelsleute benötigen. Es reguliert und prüft sich selbst und das für jeden gleich.

    Deshalb ist auch jeder Versuch Blockchains für CryptoPund, Cryptorubel usw. unter der Aufsicht der Notenbanken zu generieren, Humbug und zeigt, dass die Leute die so etwas labern von der Technologie keine Ahnung haben. Aber das ist auch gut so. Jedenfalls spannende Zeiten!

  1. Norbert sagt:

    Es tut sehr weh, die Preisentwicklung zu sehen. Auch ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie der Preis noch bei 15 Euro pro Bitcoin lag und mit dem Gedanken gespielt, eine größere Menge zu kaufen, weil ich dachte etwas Großes könnte daraus werden. Leider habe ich es nicht getan, und dafür könnte ich mich hassen. So eine Chance bekommt man nur einmal im Leben – und ich habe sie nicht genutzt.

    Ich denke auch, dass der Bitcoin das eigentliche Ziel als Tauschmittel verfehlt hat. Es ist eigentlich nur noch ein Spekulationsobjekt, das gehortet wird, in der Hoffnung auf größere Gewinne. Bitcoin ist mittlerweile ein digitales Zockerobjekt geworden, dazu zähle ich auch die anderen „Kryptowährungen“. Es ist mir auch absurd, ein System, das man nicht sehen und anfassen kann, als Geld zu bezeichnen. Außerdem kann der Bitcoin ohne Strom und Computer nicht existieren, eine Tatsache, die von den Anhängern gerne ignoriert wird. Kommt es tatsächlich irgendwann zu einer Weltwirtschaftskrise wird niemand den Datenmüll als Zahlungsmittel akzeptieren.

    Dann kommt die Auswirkung auf die Umwelt. Bitcoin verbraucht bereits jetzt mehr Strom als die gesamte Slowakei und der Verbrauch steigt weiter. Der Stromverbrauch pro Bitcoin-Transaktion soll bei 222 Kilowattstunden liegen. Auch die Blockchain bläht sich weiter auf und irgendwann wird sie nicht mehr auf die Festplatte eines PC passen.

    Mit so einer Entwicklung habe ich nicht gerechnet und ich denke man kann Bitcoin zurecht als digitale Spekulationsblase bezeichnen, die wohl noch größer als die Tulpenblase werden wird, da dank des Internet, das global verfügbar ist, jeder ein Teil dieser Blase werden kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Bitcoin irgendwann 100.000 Euro kosten wird, oder sogar mehr. Das wäre dann die Dimension der niederländischen Tulpenblase.

    Als revolutionäres Zahlungsmittel betrachte ich den Bitcoin nicht mehr. Fast jeder weiß, dass das Geld ungerecht verteilt ist. Es ist beim Bitcoin nicht anders. So sollen sich 96,5 Prozent aller Bitcoins in den Händen von gerade einmal 4,11 Prozent der Nutzer befinden. Also genauso ungerecht wie beim FIAT-Geld.

    Was niemand berücksichtigt, ist die Tatsache, dass 2009, als der Bitcoin erschaffen wurde, sehr lange Pre-Mining betrieben wurde. Bitcoin wurde im abgelegenen Teil des Internet geboren, und wer davon nicht wusste, konnte es damals auch nicht finden. Die Erstanwender konnten also sehr lange risikolos Mining betreiben, und zwar ohne Konkurrenz. Erst als die Schwierigkeit so weit gestiegen war, dass Mining einem handelsüblichen PC nicht mehr möglich war, fing man an, den Bitcoin massiv zu bewerben.

  1. Anonym sagt:

    Apropos Energieverbrauch:

    - da dürften die 'Grünen' aber im Dreieck springen -

    denn: wenn für diese Crypto-Währung so viel Strom verbraucht wird, der außerden über Kohle bzw. nuklear produziert wird; wie soll das Ganze über Solarzellen und Windräder aufrecht erhalten werden? Das dürfte diesen Ökofundamentalisten aber gar nicht passen

  1. Anonym sagt:

    Bei MtGox in Japan vermute ich der IWF war die treibende Kraft hinter diesem "Konkurs".
    Japan wird ja seit dem 2. Wk wie Deutschland von den usa gegängelt, beide sind fern
    von einem Friedensvertrag und Lichtjahre von einer eigenständigen Wirtschaft die nicht us-amerikanischen Interessen unterlegen sind, entfernt.

    Den BitCoin betrachte - und betrachtete - ich als ausgeklügelten Trick der Rothschildschen Finanzmafia, das restliche Vermögen den Weltbürgern aus dem Kreuz oder,
    besser gesagt, aus dem Computer zu leiern. Goggle wird dann in 2 bis 3 Jahren ebenso
    eine solche Kryptowährung einführen, und siehe da, wenn es von foogle kommt muss es ja
    "seriös" sein und alle dummen Schafe werden sie kaufen.

    Der BitCoin ist nur ein Testlauf für das was nach dem Bargeld kommen soll. Dabei stören die westliche Finanzmafia nur die Chinesen, die mit ihrer irrsinnigen Schürferei den Markt auf den Kopf stellen.

  1. Anonym sagt:

    Ein trading Tip für Anfänger: Die deutsche BTC-Börse ist so verschlafen und durch SMS-Bestätigungen so handelsunfreundlich, dass man teilweise minutenlang keine Transaktion sieht. Schaut mal gelegentlich hin - ist die Differenz zwischen An- und Verkauf mehr als 0,8% ist alles darüber euer Gewinn. Vorausgesetzt ihr habt ein Konto bei der entsprechenden Bank. Ohne Expresshandel keine Chance. Funktioniert momentan nur bei BitcoinChash

    MfG

  1. Friedrich sagt:

    Auch ich bin schon seit 2010 Leser in deinem Blog. Wie viele bin ich durch die 911 Anschläge auf die Kehrseite der heilen Welt gestoßen.
    Hab damals bzw. zu spät 2011 in Gold Investiert als Absicherung vor einem Totalkollaps. Ich bin froh das dieser noch nicht eingetroffen ist. Doch es wird ein Kollaps kommen, das muss jedem bewusst sein. Wieso? Weil die Vergangenheit uns das gelehrt hat.
    1981 - 1990 - 2001 - 2007 - ?

    Bitcoin sollte in diesen Zeiten eine von mehreren Absicherungen sein um diesen Systemwandel zu überstehen. Es wird auch nach dem Währungskollaps, Internet, Computer und Netzwerke geben zum Übertragen bzw. Wechseln in die eine neue Weltwährung.
    Ich denke auch nicht das dies Bitcoin ist sondern eine Zentral gesteuerte Blockchain. Deshalb wird Bitcoin auch nicht zu Fall gebracht. Dies würde ja den Weg verbauen das Bargeld abzuschaffen. Der schrecken wäre zu Groß gegenüber virtuellem Krypto Geld. Das ist es doch was der so genannte Deep State will.
    Du beschreibst es ja ganz gut das Bitcoin nicht der Heilsbringer ist. Den wird es leider, meiner Meinung nach, auch nicht geben.

    Ich für meinen Teil, habe einen kleinen Betrag angelegt und "vergessen". Wenn ich mich Irre dann hab ich diesen verspielt, wenn nicht kann man mit dem Betrag seine Fiat-Schulden-Tilgen im Falle des Falles.

  1. Wachträumer sagt:

    @Anonym
    Industrie 4.0, Internet of Thinks (IoT) und Blockchain kommen zusammen und verändern alles, ja ALLES! Die meisten Banker, Politiker - von dem Schlafmichel will ich gar nicht anfangen - haben noch nicht mal im Ansatz verstanden, dass sie bald arbeitslos sind oder wertlose Euros und Dollars in den Händen halten werden.

    Also bis Industrie 4.0 wirklich greift werden gute 10 Jahre vergehen.Wenn dann der Schlafmichel(breite Masse) arbeitslos ist, wer soll denn die Produkte kaufen?
    Ein zukünftiges Arbeitsheer von Leiharbeitern bzw. Mindestlöhner sieht lieber zu, wie man für die paar Groschen, n Apfel und ne warme Bude bekommt.

    Meiner Meinung nach wird Cryptogeld sich nur durch die zukünftige Zwangseinführung der bargeldlosen Bezahlung durchsetzen können. Die bargeldlose Bezahlung wird sicher vor dem Crash des Dollars/Euros kommen, dafür wird die Finanzindustrie schon sorgen...

    Was wird dann der Schlafmichel wählen, virtuelle Dollars/Euros oder "freies" Cryptogeld?

    Aber einige Konzerne stehen total auf Blockchain und machen sich stark dafür und werben bei ihren Mitarbeitern. Hat einen faden Beigeschmack ehrlich gesagt...








  1. Anonym sagt:

    Was haltet ihr/du Freeman vom Onecoin? Diese Kryptowährung ist zwar weniger bekannter aber schon viel grösser als der Bitcoin. Zum Vergleich können bei Onecoin bis zu 120 MIA Coins geschürft werden als nur 21 MIO wie bei Bitcoin und noch dazu haben sie bereits ca. 3.3 Millionen Nutzer weltweit.

  1. Anonym sagt:

    Anonym Norbert hat gesagt...
    "Es tut sehr weh, die Preisentwicklung zu sehen. Auch ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie der Preis noch bei 15 Euro pro Bitcoin lag und mit dem Gedanken gespielt, eine größere Menge zu kaufen, weil ich dachte etwas Großes könnte daraus werden. Leider habe ich es nicht getan, und dafür könnte ich mich hassen. So eine Chance bekommt man nur einmal im Leben – und ich habe sie nicht genutzt."

    Gräme dich nicht, diese Chance hast Du jeden Tag - an der Börse.

    Wenn der Chart richtig ist, stand Bitcoin Anfang 2013 bei 15 €. Das sind also bis heute rund 4 1/2 Jahre, also 54 Monate. Jetz kommt die Rechnung.

    Ich mache als Daytrader etwas über 1,5% - am Tag. Den Monat mit durchschnittlich 20 Handelstagen gerechnet, ergibt das 1,5 x 20 = 30% im Monat. Wir kumulieren jetzt nicht täglich und nehmen dann das gesteigerte Ergebnis als Grundlage, sondern rechnen einfach 15 € + 30% im Monat und nehmen das im neuen Monat das Endergebnis des vorangegangenen Monats. Also so:

    1 Monat 15,00 + 30% = 19,50 €
    2 Monat 19,50 + 30% = 25,35 €
    3 Monat 25,35 + 30% = 32,96 €

    usw. Jetzt zeige ich noch den Monat 12, 24 und 36

    12 Monat 268,82 + 30% = 349,47 €
    24 Monat 6.263,09 + 30% = 8.142,01 €
    36 Monat 145.917,91 + 30% =189.693,28 €

    Man sieht also, daß man sogar das 19 fache in der Zeit machen kann.

    Natürlich muß man als Daytrader auch mindestens 3 Stunden am Tag arbeiten, um solch ein Ergebnis zu erreichen. Also einfach 15 € bezahlen, sich zurücklehnen und warten geht in dem Fall nicht. Aber dafür hat man auch das 19 fache Endergebnis....

  1. Anonym sagt:

    Nie kann man es den Menschen recht machen.
    Andauernd beschweren sich alle über Geld was von Banken aus Luft kreiert wird.
    Jetzt gibt es ein auf Energie und Technik basiertes Wertesystem welches dezentral von privatfirmen und privatleuten erzeugt wird und die leute jammern über stromverbrauch...
    Das macht den Bitcoin nunmal aus: Proof of work! Für geleistete Arbeit gibt es Geld und Maschinen verbrauchen nunmal Energie.
    Hier wäre noch schön gewesen auf das Thema der Technik einzugehen (ASIC)
    Nicht nur derjenige mit dem billigsten Strom hat hier die Nase vorn sondern derjenige der es schafft 2018 den kleinsten nm chip ASIC herzustellen.
    Wie schon zu Zeiten des Goldrausches sind es nicht die schürfer die hier reich werden, sondern die Verkäufer des Equipments. Derzeit gibt es ein Monopol auf mining Hardware. Aufgrund der hohen Einstiegskosten im Bereich siliziumhalbleitertechnologieentwicklung und der hohen Marktunsicherheit wird das wohl auch lange so bleiben.

    Neben Bitcoin gibt es noch hunderte weitere digitale Währungen, Tokens und sogar mittlerweile Forks der Blockchain die eine zusätzliche Währung kreieren.
    Als Beispiel hat jeder der letztes Jahr Bitcoin gekauft hat heute:
    Bitcoin
    Bitcoin Cash
    Bitcoin Gold
    und eventuell bald noch andere Bitcoin forks.
    -Bitcoin ist zu einem Anlage und spekulationsobjekt verkommen mit sehr hohen Transaktionskosten was es unnütz macht als Zahlungssystem, weil die Core Entwickler an einer 1MB Blockchain festhalten welches in der Regel nur ca. 3Transaktionen pro Sekunde zulässt.
    -Aus diesem Grund gab es eine Fork zu Bitcoin Cash welches mit erhöhung der Blocksize auf 8MB günstige Transaktionen zulässt, da mehr Transaktionen getätigt werden können.
    -Bitcoin Gold hingegen hat einen anderen weg eingeschlagen und möchte hauptsächlich weg von ASIC mining, da hier eine Monopolisierung stattgefunden hat.

    Bitcoin ist eine von vielen Währungen, eine kleine Übersicht bietet Coinmarketcap.com
    An was es jedoch in der Cryptowelt noch fehlt sind seriöse Firmen! Davon gibt es im Moment noch viel zu wenige. Die möglichkeiten sind nahezu unvorstellbar was man in der Realwirtschaft damit verdienen kann, aber leider auch verlieren kann.

    Ich möchte jedem hier wärmstens die Coinomi Wallet für android empfehlen (für kleinstbeträge und alternative cryptowährungen) nur zum ausprobieren was heute schon überhaupt möglich ist.
    Mit einem Seed wird ein Container erzeugt und dieser beinhaltet alle Private Keys nahezu jeder belibigen währung. Mann kann nun dutzende Währungen integrieren, verwalten und mittels integriertem exchange (Shapehift und Changelly) tauschen. Auch ein import von private keys aus z.b. Paperwallets ist möglich oder ein export der Private Keys. Aber bitte immer daran denken das ihr nicht mehr direkter besitzer der Privatekeys seid.

    Ebenso sind die möglichkeiten der Währungen nur durch unseren Horizont beschränkt.

    Gruß
    Kfhwe

  1. Anonym sagt:

    Auch ich habe vor jahren mit dem Gedanken gespielt Bitcoins zu kaufen, und jetzt... ich ärger mich nicht das ich keine habe.
    dieser ganze Hype...

    Leute, wieso ärgert ihr euch das euch ein paar Millionen euro "im Ideal fall" entgangen sind?
    Solange es euch finanziel soweit gut geht, das ihr leben, im Internet surfen und euch ein wenig was leisten könnt, ist doch alles super.
    Ich gehe liber real arbeiten, leiste materielle werte.
    Es ist traurig geworden, alle sind so Geld geil geworden, dabei sind es doch andere werte die zählen und die Lebensqualität ausmachen.

  1. superkachina sagt:

    Das Finanzsystem hat es in der Regel nicht gern, wenn Parallel-Währungen erschaffen werden.
    Es gab einige Versuche von Lokalen Tausch-Währungen, die oft mit juristischen Mitteln bekämpft wurden. Warum passiert das mit den BitCoin-Systemen nicht?

    Einige unvorsichtige Artikel der Mainstream-Presse erklärten vor einigen Monaten euphorisch, wie zukunftsweisend die Technologie der Blockchain ist. In Zukunft, so die momentane Idee, wollen Banken, Ministerien, Behörden, das Justizsystem, das Wirtschaftssystem, alle möglichen Arten von Verträgen und personalisierte Vorgänge mit der Technologie von Blockchains abwickeln. Doch die Blockchains haben noch diverse technische Probleme, die gelöst werden müssen.

    Als Informatiker weiß ich genau, und jeder andere Informatiker weiß das auch:
    Man kann eine Software noch so genial mit modernen Methoden des Software-Architektur entwickeln und mit kompliziertesten und genialsten Testmethoden auf möglichst hohe Fehlerfreiheit entwickeln. Es wird immer der Fall sein, daß gewisse Probleme und Fehler nur während der Benutzung im Betrieb auftreten. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten von Ursachen, die zu einem Fehlerfall oder zu allen möglichen anderen Problemen führen können, an die man unmöglich von Anfang an denken kann.

    Das System will d i e Blockchain! Das ist es, worauf es hier ankommt.
    Und d i e Blockchain muß sich im Realbetrieb billiardendenfach bewährt haben.

    Wie fängt man Mäuse? Mit Käse nicht wahr? Und Menschen, wie fängt man die? Mit Geld!
    Um die Blockchain für den realen Produktiveinsatz durchzuentwickeln braucht man möglichst viele
    Mitspieler. Und wie bekommt man die? Freiwillig ohne persönlichen Gewinn macht da doch niemand mit. Keine Firma ist in der Lage, das aktuell verwendete heterogene technische System aufzubauen, zu simulieren und zu finanzieren. Die Bitcoin sind eine geniale Lösung. Damit werden verschiedene archetypische Begierden der Menschen angetriggert. Und es funktioniert!

    Darum lässt man BTC in Ruhe.
    Mäuse und Ratten fängt man mit Speck.

  1. Anonym sagt:

    Hallo!

    Nach meinem Gefühl nach zu Urteilen sind Cryptowährungen für alle eine Falle, die sich mit dem Thema Vorsorge für den Krisenfall beschäftigen.
    Der Grund ist ganz simpel:
    Sollte es zu einem ernsten Krisenfall kommen (egal ob durch Umweltkatastophen, Kriege, Unruhen, oder einem weltweiten Finanzkollaps), ist wahrscheinlich das Stromnetz und/oder das Internet als erstes davon betroffen! Kein Strom = kein Internet, kein Handy, kein Telefon! Sprich: Man hat keine Chance mehr, an seine Bitcoins zu kommen, wenn man sie am nötigsten bräuchte! Sollte die Krise nur von kurzer Dauer sein, hat man noch Glück gehabt! Das Argument, man könne Bitcoins ja auch über Funkwellen tauschen, möchte ich hier ein wenig entkräften, denn, wie oben schon erwähnt, kann man mit seinem Handy bei einem Strom-/Internetausfall auch nicht mehr viel machen. Man könnte zwar rein theoretisch Datenübertragungen mittels Kurzwellenfunk o.ä. durchführen, nur aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man dazu einiges an Know-How, sowie das nötige Equipment dazu braucht. Dabei ist es nicht das Problem, sich eine unabhängige Stromquelle dafür zu beschaffen. Es tauchen viele Fragen auf, z.B. was brauche ich für eine Antenne? Wo stelle ich sie auf? Was benötige ich für Gerätschaften? Kann ich irgendwo z.B. einen 15m Mast aufbauen? Auf welcher Frequenz soll ich denn senden? Wie sind dort die Ausbreitungsbedingungen und Reichweiten? Wo ist mein Gegenüber, sprich das Funkziel? Welche Frequenzen benutzt dieses? Welche Modulationsart? Gibt es überhaupt ein "Bitcoin-Funknetz" !? Wie ist dieses mit anderen Systemen vernetzt? Kann ich mir im aktuellen Krisenfall mit Bitcoins vor Ort ein Brot kaufen? Darf ich überhaupt die Frequenzen und den Funkdienst (z.B. Amateurfunk) für diesen Zweck nutzen? Wenn man sich intensiver mit dieser Thematik beschäftig, sind die Antworten etwas ernüchternd... Insbesondere, wenn die Krise länger andauert; im schlimmsten Fall sind meine Bitcoins weg, oder ich komme schlicht und ergreifend nicht dran und das für eine sehr lange Zeit!